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Im Zeichen der Erinnerung – Feierliche Enthüllung der Informationstafel für das Denkmal „Reiter und Remonte“ am THG

Unter musikalischer Begleitung durch das Bläserorchester des Theodor-Heuss-Gymnasiums wurde eine „denkwürdige“ Veranstaltung vom Schulleiter des Theodor-Heuss-Gymnasiums, Herrn Dr. Christoph Hatscher eröffnet: In Gegenwart von Oberbürgermeister Fredrick Brütting, Teilen der Schulgemeinschaft des THGs, Vertretern des Geschichtsvereins Aalen und dem Direktor der Uhland-Realschule, Gerd Steinke, wurde die neu angebrachte Informationstafel zur Geschichte der Remonteschule, die sich auf dem heutigen Gelände des THGs, der URS sowie der Firmen Funk und Zeiss befand, feierlich enthüllt.

Im Rahmen des Projekttages „Erinnern & Gedenken“ hatten im Januar Schülerinnen und Schüler der Kursstufe des Theodor-Heuss-Gymnasiums unter Anleitung des Stadtarchivars, Herrn Dr. Georg Feuerbach, und ihrem Geschichtslehrer, Herrn Christian Müller, Quellen und Bildmaterial gesichtet, Informationen aufgearbeitet und sich mit der Kunst im Dienst politischer Propaganda auseinandergesetzt. Im Zentrum stand die bis heute vorhandene Statue „Reiter und Remonte“ als Relikt der Zeit des Nationalsozialismus in Aalen. Konzipiert wurde eine inhaltliche Vorlage für ebenjene Tafel, die dann als Gemeinschaftsprojekt der Stadt Aalen und des THGs mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins des Theodor-Heuss-Gymnasiums, der Firma Franke GmbH und des Geschichtsvereins Aalen umgesetzt werden konnte.

Sowohl Oberbürgermeister Brütting als auch die beiden Vertreter der Schülerschaft, Hannes Fahrian und Tobias Maile, betonten die Verantwortung, die aus der Geschichte für die Gegenwart entsteht, in der manche nur zu gern die Verbrechen des NS-Unrechtsstaates und den von den Nationalsozialisten angezettelten Angriffskrieg relativieren und anhand von Denkmälern die Vergangenheit heroisieren möchten. Durch die Tafel wird ein erinnerungskulturelles Zeichen gesetzt, welches „Remonte und Reiter“ bewusst als Mahnmal versteht und somit für einen historisch-kritischen Umgang mit der lokalen Geschichte sensibilisieren soll. Eindrücklich wies Hannes Fahrian auf den Wandel hin, der sich an diesem Ort vollzogen hat: Von Militarismus mit dem Prinzip des blinden Gehorsams zu einer Bildungsstätte, die kritisches Denken und die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit fördert und auch in Zukunft fördern soll.