Sitemap | Kontakt | Impressum| Datenschutzerklärung


UNESCO Regionaltreffen – Auf den Spuren von Georg Elser

Vier Schülerinnen und Schüler des THG aus den Klassenstufen 5 und 7 nahmen mit der AG-Leiterin Christina Rieger-Stubenvoll am diesjährigen Regionaltreffen der UNESCO-Projektschulen in Königsbronn teil. Das Treffen stand unter dem Motto „Auf den Spuren von Georg Elser“. Dafür wurden die Teilnehmenden der UNESCO-Projektschulen aus Ulm, Heidenheim, Schwäbisch Gmünd, Stuttgart und Aalen sowie dem Seminar in Kirchheim zunächst in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe besichtigte das „Georg-Elser-Museum“ am Brenztopfursprung und die andere besuchte den „Flammofen“ am Pfefferursprung.

ach einer kurzen Einführung in die Biographie Georg Elsers standen vor allem die Vorbereitungen und die Durchführung des Attentats im Münchner Bürgerbräukeller im Zentrum. Für die Vorbereitung des Attentats, das über viele Jahre geplant wurde, nutzte Elser u.a. seine Tätigkeit im Steinbruch in Königsbronn, um sich Kenntnisse über verschiedene Sprengstoffe anzueignen. Zudem wurden mehrere Reden im Bürgerbräukeller besucht, um das Platzieren die „Höllenmaschine“ in der Säule hinter Hitlers Rednerpult auszukundschaften. Am 8. November 1939 führten drei unglückliche Zufälle dazu, dass sich die Geschichte der Welt an diesem Tag nicht veränderte. Da Hitler am besagten Abend aufgrund des bevorstehenden Angriffes auf Frankreich den Saal früher als gewohnt verließ, verfehlte die „Höllenmaschine“, die pünktlich um 21:20 Uhr zündete, ihr Ziel. Außerdem misslang Georg Elsers Grenzübertritt in die Schweiz und zu allem Überfluss fand man in seiner Jackentasche eine Postkarte des Bürgerbräukellers. Daraus schlossen die Behörden, dass Georg Elser etwas mit dem Attentat in München zu tun haben musste. In Königsbronn unternahm die Gestapo alles, um die Hintermänner zu finden und bis heute sind die wenigen noch lebenden Zeitzeugen von diesen Verhören traumatisiert.

Die Führung im 2019 neu eröffneten Flammofenmuseum gab ungewöhnliche Einblicke in ein Industriedenkmal. Neben Kanonen und Walzen konnte man einen hölzernen Kran mit Laufkatze aus dem Jahre 1820 bestaunen, dessen Tragkraft ca. fünf Tonnen beträgt.

Nach dem Mittagessen im Hellenstein-Gymnasium in Heidenheim, das erst vor kurzem als anerkannte UNESCO Projektschule ins Netzwerk aufgenommen wurde, erhielt die Gruppe eine Schulhausführung sowie einen Einblick in den „Whole School Approach“, einem ganzheitlichen BNE-Ansatz für nachhaltige Entwicklung.

Zum Abschluss des informativen Tages gestalteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Uhr für die Schule und eine für sich als Erinnerung an dieses eindrucksvolle Treffen.